Postbank bessert Tarifangebot nach

Die Postbank hat ihr Tarifangebot für rund 12 000 Beschäftigte nachgebessert, um mögliche Streiks der Gewerkschaft Verdi abzuwenden. Es sehe nun bei einer Laufzeit von 29 Monaten eine Gesamterhöhung der Tarifgehälter von 4,1 Prozent vor, teilte das Unternehmen am Dienstag (1. Oktober) in Bonn mit.
Postbank bessert Tarifangebot nach
Bild: Daniel Reinhardt/dpa

Die erste Stufe von 3,0 Prozent solle nach fünf Nullmonaten zum 1. Januar 2020 greifen. Zudem seien Lösungsansätze für verschiedene andere Themen unterbreitet worden, wie etwa zu den Ausbildungsvergütungen oder zu medizinischen Untersuchungen.

Verdi hatte die Verhandlungen mit der Deutschen-Bank-Tochter vor vier Wochen nach drei Runden für gescheitert erklärt und eine Urabstimmung der Beschäftigten über einen Streik eingeleitet. Das Ergebnis liegt noch nicht vor. Nach früheren Ankündigungen sollte der Arbeitskampf in der kommenden Woche beginnen. Verdi hatte unter anderem Gehaltssteigerungen von 7 Prozent innerhalb von zwölf Monaten verlangt, die wahlweise auch in Freizeit genommen werden könnten.

Mit dem neuen Angebot mit kürzerer Laufzeit und höheren Steigerungen will die Postbank wieder in den Verhandlungsmodus zurückkehren. «Mit unserem neuen Angebot kommen wir den Arbeitnehmern sehr stark entgegen und stoßen dabei an die Grenze dessen, was wirtschaftlich für uns tragfähig ist», erklärte Arbeitsdirektorin Britta Lehfeldt.

Verhandelt wird für etwa 12 000 Beschäftigte in der DB Privat- und Firmenkundenbank, den Postbank-Filialen sowie bei Tochterunternehmen.
(Text: dpa)

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