Bau-Gewerkschaft: Gescheiterte Verhandlung

Im festgefahrenen Tarifkonflikt der Bauwirtschaft hat jetzt der Schlichter das Wort. Der Vorstand der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt erklärte am Montag (23. April) die Verhandlungen für bundesweit rund 800 000 Beschäftigte für gescheitert und rief gleichzeitig den Schlichter an. Dazu ist bereits der frühere SPD-Bundesminister Wolfgang Clement bestimmt. Er hat schon in früheren Tarifkonflikten am Bau erfolgreich geschlichtet.
Bau-Gewerkschaft: Gescheiterte Verhandlung
Bild: dpa

Beide Seiten hatten sich in drei Verhandlungsrunden nicht auf eine Einkommenserhöhung einigen können. Die Gewerkschaft hatte unter anderem sechs Prozent mehr Lohn bei zwölf Monaten Vertragslaufzeit gefordert. Die Arbeitgeber hatten ein Gesamtvolumen von sechs Prozent bei einer Laufzeit von 24 Monaten in Aussicht gestellt. Strittig blieb auch das Tempo bei der Angleichung der Ost- an die Westlöhne.

«Obwohl die Baubranche boomt wie schon lange nicht mehr und die Betriebe kaum mehr wissen, wie sie der Auftragsflut Herr werden sollen, sind die Arbeitgeber nicht bereit, die Beschäftigten an der Entwicklung fair zu beteiligen», sagte der IG-BAU-Bundesvorsitzende Robert Feiger laut einer Mitteilung.

Nach der Schlichtungsordnung im Baugewerbe haben die Tarifparteien mit Beginn der Schlichtung 14 Tage Zeit für ein Ergebnis. Finden sie bis dahin keinen Kompromiss, endet die Friedenspflicht und Streiks sind möglich. (dpa)

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